Wilde Magie beschreibt einen Zustand von magischer Energie, der im Gegensatz zu den auf Mitraspera auftretenden Strömen der Magie im Grundzustand unbenutzbar für gewöhnliches Magiewirken ist.
Die erste Beschreibung dieses Phänomens gab es auf dem Frühjahrsfeldzug 1324 in sprachlichen Aufzeichnungen in Amatheias "Terra Pyxis", der die Existenz im durch das Ausschalten des Kolosses entstehenden Tunnels, im Folgenden das "Dazwischen" genannt, vorhersagte.
Es besteht die Vermutung, dass diese besondere Art des Magiewirkens mit dem Entfernen des Nebels beziehungsweise durch das Aufeinandertreffen der Kontinente zu tun hat, und es nicht dauerhaft an diesem Ort so bleibt.
Obwohl Wilde Magie im Grundzustand unbenutzbar ist, wurde ein zumindest lokal verfügbarer verlässlicher Weg gefunden, die in ihr wohnende Energie für Zauber nutzbar zu machen. Ob es einen portablen Weg gibt ist momentan unbekannt.
Wenn wie gewohnt Energie aus der Umgebung gezogen wird in einem Bereich, in dem die Magie wild ist, sind die Auswirkungen von Zaubern im allgemeinen unvorhersagbar.
Obwohl meist der eigentlich gewirkte Effekt tatsächlich eintritt ist mit unvorhersehbaren Nebeneffekten beliebiger Stärke zu rechnen, die aber im Allgemeinen auf das nähere lokale Umfeld beschränkt waren.
Beobachtete Nebeneffekte:
Wilde Magie setzt sich in Bereichen mit hoher Sättigung auf dem gesamten Gebiet in Form von etwa Fingernagelgroßen bunten Kristallen ab, denen der Name "Geronnene Magie" gegeben wurde.
Hauptsächlich wurden diese Kristalle bei den defekten Raffinerien in dem Kessel in der Mitte sowie in einem Tunnelsystem in der Nähe des Blutpakts auf dem Sommerfeldzug 1324 gefunden. Die Kristalle setzen sich ich natürlichem Zustand in einer Art "Schaum" oder "Gischt" ab, und können aus der Emulsion gesammelt werden. Hierbei ist Vorsicht anzuwenden, da bei Kontakt mit den Kristallen unkontrollierte magische Effekte auftreten. Analysen einzelner Kristalle ergaben im Inneren ein Gemisch aus allen Elementen sowie anderen, den Analysten unbekannten Energieformen.
Weitere Effekte, die bei im direkten Umgang betroffenen Personen belegt sind: Abbau sozialer Hemmungen, weiteres hervorheben starker Charaktereigenschaften, (in extremen Fällen) Gedächtnisverlust. Alle Effekte sind in magischer Behandlung reversibel.
Nicht betroffen von besagten Nebenwirkungen waren Mitglieder der dunklen Allianz.
Die Kristelle können raffiniert werden um eine nutzbare Form zu erhalben. Die Gesamtmenge scheint vom allgemeinen magischen Aufkommen der umgebung abzuhängen.
Die in der wilden Magie innewohnende magische Kraft kann nutzbar gemacht werden, indem sie in Raffinerien veredelt wird. Veredelte wildmagische Energie kann wie gewohnt für Zauber, Rituale oder zum Betrieb magischer Konstrukte verwendet werden ohne Nebeneffekte fürchten zu müssen.
Auf dem Gebiet des Sechsten Nagels im Dazwischen direkt vor dem Tribunal befinden sich die sogenannten Raffinerien. Ihre erste Erwähnung ist schon in dem Abschlussbericht zur Funktionsweise des Tribunals und allen zugehören Konstrukten und Artefakten erwähnt.
Jede Raffinerie besteht aus großen, blauen, spitz zulaufenden, kristallartig anmutenden Säulen verschiedener Höhe zwischen etwa zwei und fünf Schritt, die in einem Kreis um eine gemeinsame Mitte herum nach innen stehend angeordnet sind. In der gemeinsamen Mitte steht ein quadratisches Podest, über dem ein großer Diamantförmiger Kristall an kupferfarbenen Ketten an den oberen Enden der Säulen angebracht ist. An der Einfassung des Kristalls hängen dunkle gerade Stoffstreifen, auf denen Schriftzeichen aus Enomos Code zu sehen sind.
Um die Raffinerien zu benutzen müssen etwa 250 Kristalle in ein Zylindrisches Gefäß gegeben werden, welches auf das Podest der Raffinerie gestellt wird. Nach einigen Minuten ist der Umwandlungsvorgang abgeschlossen, und das Gefäß kann zum Aufladen von magischer Energie genutzt werden.
In defektem Zustand färben sich die Kristallsäulen rötlich-braun. Es gab 2 intakte und 2 defekte Raffinerien auf dem Gebiet des Sechsten Nagels. Der Kristall der defekten Raffinerien wurde auf dem Boden in zerbrochenen Schellen vorgefunden. In der Mitt der Säulen war statt des Podests eine Schleimgrube mit Kristallen.
Die Raffinerien sind mit den magischen Konstrukten verbunden, und können durch viele Kämpfe und erhöhte magische Aktivität in einen Überladungszustand überführt werden.
In diesem Zustand kann genug magische Energie ohne den Einsatz von zusätzlichen Kristallen aus den Raffinerien abgeleitet werden um 2-3 zusätzliche Zylinder zu füllen. Überladene Raffinerien können auch von Magiewirkenden direkt angezapft werden um ihre Vorräte aufzufüllen.
Die direkten Auswirkungen wilder Magie können durch den großflächigen Einsatz von Apparaturen gebaut aus Resten des Kolosses, mitigiert werden, allerdings bedarf es eines vollen Zylinders raffinierter Energie etwa alle 24 Stunden. War innerhalb von 24 plus einer Stunde nicht genügend Energie vorhanden, kommt es zu Explosionen an den Apparaturen, einer nachfolgenden Druckwelle und damit einhergehend dem starken Gefühl von Übelkeit in der näheren Umgebung.