Die Passage Richtung Sarkan wurde im Jahr zuvor (Jahr 2 n.d.K. / 1323 A.R.) durch die Abschaltung des Konstruktes (Kolosses) geöffnet. Dieser Prozess dauerte ein Jahr. Unsere Truppen lagerten etwa 2-3 Kilometer vom Ort des letzten Sommerfeldzuges entfernt.
Im Dazwischen vergeht Zeit anders als auf Sarkan.
Im Dazwischen funktionierte Magie anders als in den Kontinenten. Siehe Wilde Magie
Siehe dort
Siehe dort
Ein Terra-Tunnel musste vor Ort "gepflanzt" werden, um zukünftige Reisen zum Sechsten Nagel und somit zum Übergang nach Sarkan zu erleichtern. Dies wurde vom neu ernannten Malaka'Re im Wald zwischen dem Lager der Feste der Vielfalt und dem Reich der Rosen durchgeführt. Der Standort war an einem großen steinernen Konstrukt mit verschiedenen Ringen erkennbar. Diese Ringe mussten in den Boden eingearbeitet werden, und eine Akru’r wurde gepflanzt, welche die Kommandoeinheit mit dem Land verbinden sollte.
Der Keimling wurde "gerufen", sodass er mit den Anwesenden sprechen konnte. Nachdem der Tunnel erbaut war, verschwand die Verbindung mit dem Keimling wieder. Es wurde gesagt, dass der Keimling die vielen Toten in der Erde beim Schlachtfeld des Sechsten Nagels als unangenehm empfunden hatte, was ihn – neben der erfüllten Aufgabe – schließlich zum Aufbruch veranlasste.
Der Keimling wollte mit Mitgliedern des Herrscherrats sprechen und ihre Absichten erfahren, um zu entscheiden, ob er helfen würde, den Terra-Tunnel an diesem Ort zu platzieren. Er spürte, dass an diesem Ort bereits viele Wesen gestorben waren, und wir kamen nun ebenfalls hierher, um weiter zu kämpfen und zu töten. Das Besondere an diesem Ort ist jedoch, dass es die einzige Möglichkeit ist, nach Sarkan zu gelangen. Der Keimling stellte uns mehrere Fragen:
"Ihr fügt neue Tote hinzu. Was wollt ihr dagegen tun, und wie wollt ihr in Zukunft das Töten vermeiden? Wie wollt ihr Frieden schaffen, wenn ihr immer wieder zu den Waffen greift? Was gibt euch das Recht, in andere Länder zu gehen und dort Chaos zu stiften? Ihr zerstört euer eigenes Land und richtet dann vielleicht auch in anderen Ländern Schaden an!"
Nach einer Zeit des Nachdenkens schienen unsere Antworten ihn zu überzeugen, denn er entschied sich glücklicherweise, uns zu helfen, bevor er sich wieder zurückzog.
Um den Terra-Tunnel zu schaffen und ihn in das bestehende Malaka'Re-Tunnel-Netzwerk zu integrieren, war die Hilfe des Keimlings von entscheidender Bedeutung. Der Schnellreisering, der bei einem früheren Feldzug vor Ankor Mortis geborgen wurde, wurde wieder in den Tunnel eingesetzt. Mithilfe der Akru’r, die in Samenform aus einem versiegelten Kästchen ebenfalls vor Ankor Mortis gefunden wurde, gelang es, das Bedienfeld sowie die beiden Reiseringsysteme – den ersten Ring und den der Herzfeste – miteinander zu verbinden - als Energieversorgung und Stabilisator. Energiegefüllte Pflanzen aus Holzbrück wurden von Kindern eingepflanzt, um den Akru’r-Samen zu stärken. Die Akru’r wurde durch ein Ritual, mit Hilfe der Narech’Tuloch, durch den Tunnel geleitet, wobei das Wachstum der Ranken die Verbindung der Schnellreiseringe ermöglichte. Schließlich wurde die Pforte vom Malaka'Re freigegeben, um die Reisen durch diesen Tunnel zu ermöglichen.
Eine Gedenkstätte des Magierkriegs
Hier konnte man Kriegsberichte abhören.
(siehe Originaltexte)
Die Prophezeiung von Assil. Aus einer Sprachaufzeichnung aus dem Magierkrieg:
“Das Land wird leiden - lange - es wird brennen - es wird sich ewig anfühlen….aber dann kommt sie doch, die Rettung, aus einer unerwarteten Richtung - Fremde werden kommen und sie als ihre Heimat, als ihre wahre Heimat erkennen und sie heilen. Fürchtet euch nicht! Fürchtet….”
In der Mitte des Schlachtfeldes stand die Ruine einer alten Kirche, in deren Innerem ein Sarkophag ruhte. Hier lag der „Namenlose Bote“ begraben, und die Stätte war als „Kirche des lebenden Todes“ bekannt.
(das Ignis Heiligtum)
In der Zitadelle von Herz und Hoffnung wurde versucht, über die Ignis-Stele eine Spur zu den Hallen des Immerwährenden Kampfes zu finden, jedoch blieb der Versuch erfolglos. Nach der Umweihung und der Bindung des Aqua-Heiligtums verkündete der Ignis-Anker der Zitadelle von Herz und Hoffnung, dass sich die Hallen vermutlich irgendwo in der Nähe von Khal'Hatra oder möglicherweise sogar in Khal'Hatra selbst befinden müssten.
Der Kelchträger des Ignis-Kelchs, Benedikt zu Hohenwacht, führte zusammen mit Tendal ein Suchritual durch, um die Verbindung des Kelchs und Tendals persönliche Verbindung zu den Hallen des Immerwährenden Kampfes zu nutzen. Unterstützt wurden sie dabei von der Church of Ignis und weiteren Helfern, darunter Ad Astra sowie Feuerbell und Lovis aus dem Westen. Als Ergebnis dieses Rituals konnte die grobe Position bestimmt werden, an der die Hallen in Khal'Hatra verankert werden müssen. Tendals Plan war, nach dem Sommerfeldzug nach Validar und damit nach Khal'Hatra zurückzukehren, um dort gezielt nach der genauen Position der Hallen zu suchen. Unser derzeitiges Wissen deutet darauf hin, dass die Hallen nicht direkt auf Mitraspera, sondern "zwischen den Sphären" liegen und an den entsprechenden Ort gerufen werden müssen.
Da Khal'Hatra derzeit größtenteils von der Schwarzen Dynastie kontrolliert wird und voraussichtlich umfangreiche Unterstützung für den Ruf, die Reparatur und die Verankerung der Hallen benötigt wird, bat Tendal die Anwesenden, ihre Herrscher zu informieren. Er schlug zudem vor, den nächsten Frühlingsfeldzug dorthin zu führen.
Raskir, ein Krieger aus dem Westen, bekam vom Hüter der Zitadelle des Lebens “Jadesand” ausgehändigt, mit den Worten: "Hier gehört dieser Fremdkörper nicht her! Aber er könnte für eure Gemeinschaft wichtig sein! Der Sand könnte wichtig sein, um die Hallen mit dem Land zu verbinden.” Der Sand wurde von Raskir zuerst zu Tendal gebracht, wo er dann auch einen Tag lang lag. Am Abend kam Raskir dann wieder und bat darum, den Sand wieder an sich nehmen zu dürfen. Dies wurde auch bereitwillig gewährt, jedoch mit dem Hinweis, dass ein wenig Sand abgefüllt wurde, um diesen bei einem Ritual an die Libellenkönigin zu übergeben.
Im Nachgang wurde versucht, den Sand zu einem Schmuckstück einschmelzen zu lassen, um ihn besser schützen und tragen zu können. Doch weder Alchemisten noch Artefaktschmiede schafften es. Der Sand ließ sich nicht einschmelzen, egal wie viel Energie man hinein gab - es blieb immer Sand. Dann wurde der Sand magisch untersucht. Dabei kam heraus, dass er definitiv magisch ist und eine Verbindung zu Ignis existiert. Allerdings ist der Sand ein Speicher bzw. ein Gefäß, das leer ist.
Mit einem letzten kräftigen Schwung lässt die Schmiedin den Hammer auf den Bolzen nieder, der knirschend einrastet. Zufrieden nickend tritt die Zwergin einen Schritt zurück, wischt sich mit dem Unterarm den Schweiß von der Stirn, steckt den Hammer in die Schlaufe an ihrem Gürtel und betrachtet ihr Werk.
Dies ist die letzte Apparatur ihrer Art, die sie und ihre Kollegen aus dem Material des Konstrukts gebaut haben, jetzt erzählt nur noch eine kahle Stelle auf der Wiese von dem einst so mächtigen Bau der Maßlosen. Jede Platte und jeden Balken, jede Schraube, jedes Zahnrad und jeden noch so kleinen Kristall haben sie verwendet, um diese Schutzschilde zu konstruieren. “Sehr gut”, murmelt der hochgewachsene Magier, der plötzlich neben ihr auftaucht. Sie hatte den stillen Mann fast vergessen, nachdem er sich in den Schatten eines nahen Baumes verkrochen hatte. “Ich werde veranlassen, dass die Apparatur zum Eingang des Dazwischens gebracht wird, damit es mit der Ankunft der Truppen ins Innere mitgenommen werden kann.” Wie aus Reflex sieht sich die Zwergin um, nach hinten, wo sie in der Ferne schon das Schimmern des Nebels erkennen kann - und wo irgendwo der unsichtbare Tunnel entstanden ist, der mitten hineinführt in das Gebiet, das sie nur ehrfürchtig das “Dazwischen” nennen.
“Wie sind die Tests verlaufen?”, fragt sie und streicht sich nervös durch ihren Bart. Die Idee mit den Apparaturen basiert alleine auf den theoretischen Überlegungen einer längst vergangenen Alten Herrscherin. Naja, und natürlich sind sie auch das Ergebnis eines 10-tägigen Notfall-Konvents, bei dem knapp zwei Dutzend Artefaktschmiede, Wissenschaftlerinnen und Magiebegabte aller Reiche die rauchenden Köpfe zusammengesteckt hatten. Dennoch: Auf dem Pergament kann einiges passieren, in der Realität hingegen …
Der Magier wiegt den Kopf. “Die Apparaturen halten die schwersten Winde und Entladungen der wilden Magie ab. Unsere Truppen sollten in ihrem Einflussbereich sicher sein”, erklärt er, und die Zwergin atmet auf. “Aber sie brauchen viel Energie - eine Ressource, die überraschend schwer zu finden ist im Inneren.”
Vorsichtig streicht die Zwergin über die Apparatur vor ihr. Obwohl die metallene Außenschicht die ganze Zeit der Sonne ausgeliefert war, ist sie noch immer angenehm kühl. “Wir haben keine Zeit, um über Alternativen nachzudenken”, sagt sie zähneknirschend. “Ihr habt die Späherberichte gehört. Die Dunkel Allianz rückt vor. Und unsere Truppen werden auch bald hier auftauchen.” Wieder zieht es ihren Blick zum Nebel hin. Irgendwo an den Flanken sammelt sich der Feind, um sich genau wie sie in den Durchgang zu wagen, auf der Suche nach einem Weg nach Sarkan, dem Südkontinent. Ihr wird mulmig bei dem Gedanken, dass sie sich den düsteren Schergen der Dynastie, des Untodes und der Skargen stellen müssen, noch dazu in einem Gebiet, in dem die Magie wild und ungebändigt ist. Sie schluckt schwer.
“Keine Sorge”, sagt da der Magier, und es ist das erste Mal, dass die Zwergin den Mann lächeln sieht, seit sie vor einigen Wochen hier angekommen sind. “In Kürze werden die klügsten Köpfe, die tapfersten Kämpfer und die findigsten Abenteurer ganz Mitrasperas hier aufschlagen. Wir werden eine Lösung finden.”
Die Maßlosen Magier aus Sarkan nahmen aus unbekannten Gründen die für Theneris strategisch unwichtige, aber historisch kriegerische Stadt Tyram ein. Königin Syrena Alexandria III. von Tyram hatte sich im Krieg weder für noch gegen die Maßlosen Magier positioniert, was oft kritisiert wurde. Als die Stadt bedroht wurde, suchte sie Hilfe bei den Bewahrern Sarkans, den Maßvollen, doch diese waren an zu vielen Fronten gebunden, um Tyram zu unterstützen. Obwohl Tyram nominell als Verbündeter anerkannt war, konnten seine Felder, die für Ritualkreise der Maßlosen Magier missbraucht und schließlich verbrannt wurden, nicht verteidigt werden.
Tyram, die „zeitlose Stadt“, war bekannt für ihre knochenweißen Mauern und kunstvollen Landwehren, doch sie konnte die Angriffe der Maßlosen Magier nicht abwehren. In ihrer Verzweiflung fasste Königin Syrena einen auf den Lehren der Kirche basierenden Plan: Sie wollte die Bewohner der Stadt in die Ewigkeit führen, sodass nur noch Geister anstelle von Lebenden durch die Straßen wandeln würden. Wenige Überlieferungen, hauptsächlich Briefe an verbündete Reiche und im Ausland lebende Tyramer, geben Hinweise darauf, was in Tyram geschah und warum die Bewohner ihrer Königin folgten.
Durch das Opfer der bleichen Königin entstand eine Aura des Todes um Tyram, und ein Truppenverband Maßloser Magier wurde ausgelöscht, was den Kriegsverlauf entscheidend veränderte. Die Maßlosen Magier hatten damit gedroht, das heilige Zentrum Tyrams zu entweihen. Tyram war für sein Kunsthandwerk bekannt, insbesondere für seine filigrane Spitze und prächtigen Kirchen.
Kurz vor dem Fall der Stadt schickte die Königin einen namenlosen Boten, um vor den Maßlosen Magiern und den Schrecken in Tyram zu warnen, doch er kam zu spät und verlor sein Leben. Zu seinen Ehren und im Gedenken an die Opfer von Tyram wurde die Kirche errichtet, in der er begraben liegt.
Einige Überlieferungen bezeichnen diesen Ort als „heilig“ und sprechen den Wunsch aus, dass die Geister Tyrams die Gassen füllen und der Schmerz sowie die Bitterkeit und Schmerz der Stadt in die Länder von Theneris überfließen mögen. Zitate wie „Mögen Geister die Gassen fluten“ und „Möge das Opfer nicht vergebens gewesen sein“ finden sich in diesen Texten wieder.
“Heilig sei dieser Ort in Erinnerung an das Große Opfer, die Toten, die nicht ruhen, die Kirche des Lebenden Todes, Tyram, zeitlose Stadt, bleiche Königin“.
Die „Kirche des lebenden Todes“ war mit vielen Zeichen des Untodes besudelt, darunter verstreute Heiligenbilder, die den Tod und die Verzweiflung der Stadt symbolisierten.
Es gab die Information seitens Wissenssuchern, dass die Kombination der Heiligen, deren Karten um die Kirche platziert waren, ungewöhnlich sei. Dies ist zwar nicht bestätigt, soll hier aber nicht unerwähnt bleiben. Gesehen wurden die Heiligenbilder von Rakasha,, “Königskind”, Barnabas, “Fundament der Stadt”, Victoria, “Bewahrerin”, Dugald, “Eisblick, Stahlherz”, Nimoe, “Beschützerin der Wehrlosen” und Clemens. Besiegte Soldaten des Untoten Fleisches ließen identische Karten auf dem Schlachtfeld fallen.